Das Selberbauen eines Hühnerstalls ist nicht nur eine kostengünstige Alternative zu fertigen Modellen, sondern bietet auch die Möglichkeit, individuelle Bedürfnisse und kreative Ideen umzusetzen. Ob Sie Platz im Garten sparen möchten, nachhaltige Materialien verwenden wollen oder einfach Freude am Heimwerken haben – ein selbstgebauter Hühnerstall kann all diese Anforderungen erfüllen und gleichzeitig ein attraktives Element in Ihrem Garten darstellen.
Mit der richtigen Planung und ein wenig handwerklichem Geschick lassen sich beeindruckende Hühnerunterkünfte erschaffen, die sowohl funktional als auch optisch ansprechend sind. Von umfunktionierten Gartenschuppen über mobile Traktoren bis hin zu platzsparenden Hochbeeten mit integriertem Stall – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. In diesem Artikel stellen wir Ihnen acht kreative Ideen vor, wie Sie mit einfachen Mitteln einen Hühnerstall bauen können, der Ihren gefiederten Freunden ein artgerechtes Zuhause bietet.
Pro Huhn sollten mindestens 0,5 m² Stallfläche und 4 m² Auslauffläche zur Verfügung stehen.
Ein guter Hühnerstall benötigt Legenester, Sitzstangen und ausreichende Belüftung, aber keinen Durchzug.
Verwenden Sie für den Bau möglichst unbehandeltes Holz oder andere ungiftige Materialien, um die Gesundheit der Tiere zu schützen.
Hühnerstall selber bauen – Planung und Grundlagen für Einsteiger
Bevor Sie mit dem Bau eines Hühnerstalls beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich, die sowohl den Platzbedarf Ihrer gefiederten Freunde als auch lokale Bauvorschriften berücksichtigt. Für Einsteiger empfiehlt es sich, zunächst ein einfaches, aber funktionales Design zu wählen, das grundlegende Elemente wie Nistboxen, Sitzstangen und einen geschützten Auslauf enthält. Die benötigten Materialien sollten witterungsbeständig und leicht zu reinigen sein, wobei viele Heimwerker auf unbehandelte Holzplatten zurückgreifen, ähnlich wie beim Selbstbau von anderen Möbelstücken. Mit einem gut durchdachten Plan können auch Anfänger einen sicheren und artgerechten Hühnerstall errichten, der ihren gefiederten Bewohnern jahrelang ein komfortables Zuhause bietet.
Die perfekte Standortwahl für deinen selbstgebauten Hühnerstall
Die Wahl des richtigen Standortes für deinen selbstgebauten Hühnerstall entscheidet maßgeblich über das Wohlbefinden deiner Hühner und erleichtert dir die tägliche Pflege. Idealerweise platzierst du den Stall auf einem leicht erhöhten, gut drainierten Untergrund, damit sich bei Regen keine Pfützen bilden, die zu Feuchtigkeit im Stall führen können. Achte darauf, dass der Standort sowohl sonnige als auch schattige Bereiche bietet, damit deine Hühner je nach Witterung Schutz oder Wärme finden können. Platziere den Hühnerstall möglichst in der Nähe deines Hauses, um kurze Wege bei der täglichen Versorgung zu haben und gleichzeitig ein Auge auf mögliche Raubtiere werfen zu können. Berücksichtige außerdem die vorherrschende Windrichtung, sodass der Stall geschützt steht und unangenehme Gerüche nicht direkt zu deinem Wohnbereich getragen werden.
Standort-Checkliste: Erhöhter, trockener Untergrund mit guter Drainage
Ideale Ausrichtung: Auslauf nach Süden/Südosten für maximale Sonneneinstrahlung
Sicherheitsaspekt: Ausreichend Abstand zu Nachbarn (mindestens 3 Meter), aber nahe genug am eigenen Haus für Kontrolle
Material- und Werkzeugliste für den erfolgreichen Hühnerstallbau

Für einen erfolgreichen Hühnerstallbau benötigen Sie eine umfangreiche Ausstattung an Materialien und Werkzeugen, die Sie vor Baubeginn unbedingt vollständig zusammenstellen sollten. Zu den unverzichtbaren Materialien gehören behandeltes Holz für die Außenkonstruktion, Dachpappe für eine wasserdichte Abdeckung, verzinktes Drahtgeflecht zum Schutz vor Raubtieren sowie Schrauben, Nägel und Beschläge für die stabile Verbindung aller Elemente. Die Werkzeuggrundausstattung umfasst eine Akkubohrmaschine, eine Stichsäge, einen Hammer, einen Schraubendreher-Satz, eine Wasserwaage und ein Maßband, womit Sie ähnlich wie beim Bau eines Vogelfutterhauses präzise arbeiten können. Für komplexere Konstruktionen erleichtern zudem eine Kreissäge und ein elektrischer Tacker die Arbeit erheblich und führen zu einem professionelleren Endergebnis.
Schritt für Schritt Anleitung: So baust du deinen Hühnerstall selbst
Mit unserer detaillierten Schritt-für-Schritt Anleitung kannst du deinen Traum vom eigenen Hühnerstall problemlos verwirklichen. Zuerst solltest du die notwendigen Materialien besorgen und einen geeigneten Platz auf deinem Grundstück auswählen, der sowohl Schatten als auch Sonnenlicht bietet. Anschließend beginnst du mit dem Bau des Fundaments und der Grundkonstruktion, wobei du besonders auf die richtige Isolierung und ausreichende Belüftung achten solltest. Der letzte Schritt umfasst die Installation von Sitzstangen, Nestern und einem sicheren Auslauf, damit deine gefiederten Freunde sich rundum wohlfühlen können.
- Sorgfältige Materialauswahl und Standortbestimmung sind entscheidend für einen erfolgreichen Bau.
- Die Konstruktion sollte wetterfest, isoliert und gut belüftet sein.
- Achte auf ausreichend Platz pro Huhn (mindestens 0,5 m² im Stall).
- Integriere Sitzstangen, Nester und einen fuchssicheren Auslauf für artgerechte Haltung.
Clevere Innenausstattung für den selbst gebauten Hühnerstall
Bei der Innenausstattung des Hühnerstalls kommt es auf durchdachte Details an, die sowohl den Komfort der Tiere als auch die tägliche Pflege erleichtern. Die Sitzstangen sollten etwa 5 cm breit und mit abgerundeten Kanten versehen sein, idealerweise auf unterschiedlichen Höhen angebracht, damit die Hühner ihrer natürlichen Rangordnung folgen können. Für die Legenester empfiehlt sich eine Größe von etwa 30 × 30 cm, ausgestattet mit weichem Stroh oder Heu, was die Hühner zum Eierlegen animiert und die Eier vor Beschädigungen schützt. Ein praktisches Kotbrett unter den Sitzstangen erleichtert die Reinigung erheblich und hält die Einstreu länger sauber. Die Futterautomaten und Tränken sollten so positioniert werden, dass sie vor Verunreinigungen geschützt sind und die Hühner jederzeit Zugang zu frischem Wasser und Futter haben.
Sitzstangen: 5 cm breit mit abgerundeten Kanten, auf verschiedenen Höhen anbringen (40-100 cm vom Boden)
Legenester: 1 Nest für 4-5 Hühner, 30 × 30 cm Größe, mit weicher Einstreu auslegen
Kotbrett: 20-30 cm unter den Sitzstangen platzieren, vereinfacht die Reinigung erheblich
Kosten sparen beim Hühnerstallbau – DIY-Tipps und Alternativen
Beim selbst gebauten Hühnerstall können Sie durch die Verwendung von recycelten Materialien wie Paletten oder ausrangierten Möbelstücken erheblich Kosten einsparen – oft lassen sich diese kostenlos bei Baumärkten oder über Kleinanzeigen finden. Eine weitere sparsame Lösung ist die Umfunktionierung vorhandener Strukturen wie alter Gartenschuppen oder die Konstruktion mit einfachen Baumarktmaterialien, was nicht nur preiswert ist, sondern auch eine perfekte Anpassung an Ihre individuellen Bedürfnisse ermöglicht. Wer noch mehr sparen möchte, kann sich mit anderen Hühnerhaltern zusammentun und Werkzeuge oder größere Materialmengen teilen, was den Einzelpreis deutlich reduziert und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen in die Planung einbringt.
Häufige Fehler beim Selbstbau eines Hühnerstalls vermeiden

Bei der Planung eines selbstgebauten Hühnerstalls unterlaufen Anfängern häufig vermeidbare Fehler, die später zu Problemen führen können. Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Belüftung, die zu Feuchtigkeit und Schimmelbildung führt, was die Gesundheit Ihrer Hühner erheblich beeinträchtigen kann. Ebenso wichtig ist ausreichender Schutz vor Raubtieren wie Füchsen oder Mardern – vergessen Sie nicht, den Stall mit engmaschigem Drahtgeflecht zu sichern und auch den Boden gegen Eindringlinge zu schützen. Unterschätzen Sie zudem nicht den benötigten Platz pro Huhn, denn zu enge Ställe führen zu Stress und verminderter Legeleistung der Tiere.
- Unzureichende Belüftung vermeiden, um Schimmelbildung zu verhindern
- Stall rundherum mit engmaschigem Drahtgeflecht gegen Raubtiere sichern
- Mindestens 0,5 m² Stallfläche pro Huhn einplanen
- Boden des Auslaufs ebenfalls gegen Eindringlinge schützen
Dein selbstgebauter Hühnerstall im Jahresverlauf – Pflege und Wartung
Ein selbstgebauter Hühnerstall benötigt über das Jahr verteilt regelmäßige Wartungsarbeiten, um die Gesundheit deiner Hühner zu gewährleisten. Im Frühjahr empfiehlt sich eine gründliche Reinigung mit natürlichen Desinfektionsmitteln sowie eine Kontrolle auf Winterschäden an Dach und Wänden deiner Konstruktion. Während der heißen Sommermonate solltest du für ausreichende Belüftungsmöglichkeiten sorgen und den Stall auf Schädlingsbefall prüfen, besonders in den Ritzen und Ecken deines selbst konstruierten Hühnerstalls. Zur Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit im Herbst gilt es, die Isolierung zu überprüfen, undichte Stellen abzudichten und sicherzustellen, dass dein selbstgebauter Hühnerstall winterfest ist, damit deine gefiederten Freunde auch bei Frost und Schnee ein behagliches Zuhause haben.
Häufige Fragen zum Hühnerstall selber bauen
Welche Mindestgröße sollte ein selbstgebauter Hühnerstall haben?
Ein artgerechter Geflügelunterstand benötigt pro Huhn mindestens 0,5 m² Grundfläche im Stall sowie etwa 4 m² Auslauf im Freien. Bei 4 Hennen sollte der Hühnerstall also mindestens 2 m² groß sein. Die Höhe des Geflügelhauses sollte mindestens 1,80 m betragen, damit Sie bequem darin arbeiten können. Wichtig sind auch ausreichend Sitzstangen (ca. 20 cm pro Huhn) und mindestens ein Legenest für je 4-5 Tiere. Generell gilt: Lieber etwas großzügiger planen, denn ein zu kleiner Stall führt zu Stress und Verhaltensproblemen bei den gefiederten Bewohnern.
Welche Materialien eignen sich am besten für den Hühnerstallbau?
Für den Bau eines robusten Geflügeldomizils empfiehlt sich witterungsbeständiges Holz wie Lärche, Douglasie oder druckimprägnierte Kiefer. Die Außenwände sollten mit wasserfestem Sperrholz oder Profilbrettern verkleidet werden. Für das Dach eignen sich Wellplatten, Dachpappe oder Wellblech, die Regenwasser zuverlässig ableiten. Der Boden kann aus Beton oder dicken Holzdielen bestehen, sollte aber immer gegen Nagetiere gesichert sein, etwa durch ein 10 mm enges Drahtgeflecht. Für Fenster und Türen empfiehlt sich stabiles Volierendrahtgitter mit einer Maschenweite von maximal 20 mm, um Raubtiere fernzuhalten. Verzichten Sie auf Materialien mit giftigen Ausdünstungen oder scharfen Kanten.
Wie schütze ich den selbstgebauten Hühnerstall vor Raubtieren?
Der Schutz Ihres Federviehunterschlupfs vor Fressfeinden ist essentiell. Installieren Sie engmaschiges Drahtgeflecht (maximal 20 mm Maschenweite) an allen Öffnungen, das mindestens 50 cm tief im Boden versenkt oder nach außen abgewinkelt wird, um Untergraben zu verhindern. Sichern Sie den Geflügelunterstand mit stabilen Riegeln oder Schlössern, die Fuchs und Marder nicht öffnen können. Alle Luken sollten automatisch schließen oder abends manuell verriegelt werden. Besonders wichtig: Der Hühnerhof benötigt ein durchgehend gesichertes Dach, idealerweise mit Überstand, damit Greifvögel keine Chance haben. Elektronische Helfer wie Bewegungsmelder mit Licht oder spezielle Alarmgeräte bieten zusätzlichen Schutz. Kontrollieren Sie regelmäßig alle Sicherungen auf Beschädigungen.
Wie sollte die Belüftung in einem selbstgebauten Hühnerstall konzipiert sein?
Eine gute Luftzirkulation im Geflügelheim ist essentiell für gesunde Hühner und verhindert Atemwegserkrankungen sowie Schimmelbildung. Planen Sie den Hühnerhaus mit mehreren Lüftungsöffnungen in unterschiedlichen Höhen ein. Idealerweise befinden sich diese an gegenüberliegenden Wänden, um Durchzug zu ermöglichen. Die Frischluftzufuhr sollte über Kopfhöhe der Hühner liegen, damit die Tiere nicht im direkten Luftzug sitzen. Alle Lüftungsöffnungen müssen mit engmaschigem Draht gegen Raubtiere gesichert sein. Im Sommer sorgen zusätzliche Fenster für mehr Luftaustausch. Ein idealer Geflügelunterschlupf lässt sich je nach Witterung regulieren – mit Klappen oder Schiebern können Sie die Belüftung anpassen, ohne Zugluft zu erzeugen.
Welche Bauweise eignet sich für einen Hühnerstall in kalten Regionen?
In kälteren Gebieten benötigt das Geflügeldomizil besondere Isolierung. Bauen Sie den Hühnerstall mit doppelwandigen Konstruktionen, zwischen denen Dämmmaterial wie Mineralwolle oder Hanfdämmung eingebracht wird. Die Bodenkonstruktion sollte erhöht und ebenfalls isoliert sein, um Bodenkälte abzuhalten. Achten Sie auf besonders dichte Wände ohne Zugluft, aber vergessen Sie nicht die kontrollierte Belüftung gegen Feuchtigkeitsbildung. Kleine, nach Süden ausgerichtete Fenster nutzen die Sonneneinstrahlung optimal. Der Hühnerunterschlupf sollte windgeschützt stehen und kann im Winter mit einer dickeren Einstreuschicht (15-20 cm) ausgestattet werden, die durch Verrottungsprozesse Wärme erzeugt. Vermeiden Sie elektrische Heizungen wegen Brand- und Verletzungsgefahren – gesunde Hühner kommen mit niedrigen Temperaturen gut zurecht.
Was kostet es, einen Hühnerstall selbst zu bauen im Vergleich zum Fertigstall?
Die Kosten für einen selbstgebauten Geflügelunterstand variieren stark je nach Größe, verwendeten Materialien und Ausstattung. Für einen einfachen Hühnerstall für 4-5 Hennen müssen Sie bei Eigenbau mit etwa 150-300 Euro für Grundmaterialien rechnen. Nutzen Sie Recyclingmaterialien oder Restbestände, kann der Preis deutlich sinken. Ein vergleichbarer Fertig-Hühnerpalast kostet zwischen 400 und 800 Euro, wobei die Qualität oft zu wünschen übrig lässt. Luxuriösere Modelle oder größere Anlagen können sogar 1.000-2.000 Euro kosten. Der Selbstbau bietet neben der Kostenersparnis den Vorteil, dass Sie den Geflügelbau exakt an Ihre Bedürfnisse und örtlichen Gegebenheiten anpassen können. Zusätzlich steigern hochwertigere Materialien die Langlebigkeit erheblich gegenüber vielen Fertigmodellen.






